RadioShack DX-394

technische Details und Modifikationen

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Erweiterte Technische Details

Der RadioShack DX-394 (auch als Realistic DX-394 vertrieben) basiert auf einem Doppelsuperhet- bzw. Dreifachsuperhet-Konzept und bietet Funktionen, die sonst oft teureren Stationsempfängern vorbehalten waren.

Beliebte Modifikationen (Mods)

Die DX-394 hat eine sehr aktive Bastler-Community. Da das Gerät ab Werk einige Schwächen im Audio-Bereich und beim Tuning aufweist, wurden verschiedene Optimierungen entwickelt:

Achtung: Modifikationen erfordern Lötkenntnisse und das Öffnen des Gehäuses. Vor dem Öffnen immer das Netzkabel ziehen (Lebensgefahr durch interne Netzteilspannung)!

1. Anti-Chuffing Mod (Stummschaltung beim Abstimmen entfernen)

Problem: Dreht man am Hauptabstimmrad, mutet (schaltet stumm) der Empfänger bei jedem Frequenzschritt kurz. Das erzeugt ein hackendes Geräusch ("Chuff-Chuff") und erschwert das Aufspüren schwacher Signale.

Lösung: Auf der Hauptplatine am Stecker CN1 muss die violette Ader ausgepinnt oder isoliert getrennt werden. Dadurch fällt die Stummschaltung weg. Die PLL-Einrastgeräusche sind zwar minimal hörbar, das Tuning fühlt sich danach jedoch deutlich analoger und flüssiger an.

2. SSB Audio-Optimierung (Klarheit verbessern)

Problem: Der Klang im SSB-Modus (Amateurfunk) wirkt oft dumpf und wird von einem tieffrequenten Grollen (unter 300 Hz) überlagert.

Lösung: Der Elektrolytkondensator C93 (1 µF, 50V) wird ausgelötet und durch einen hochwertigen keramischen Vielschichtkondensator mit 0,022 µF (Code: 223) ersetzt. Dies dämpft die störenden Bassfrequenzen und erhöht die Verständlichkeit von Sprachsignalen dramatisch.

3. Noise Blanker (Störaustastung) für SSB aktivieren

Problem: Der werkseitige Störbegrenzer (Noise Blanker) funktioniert auf AM nur mäßig und zeigt auf SSB/CW fast gar keine Wirkung.

Lösung: An Transistor Q34 wird eine 1N5817 Schottky-Diode eingelötet (Anode an Masse, Kathode an den Kollektor von Q34). Dies beschleunigt das Entladen des Kondensators C182 zwischen den Störimpulsen. Ergänzend kann ein 150k-Ohm-Widerstand parallel über R180 gelötet werden, um den Schwellenwert des Blankers empfindlicher einzustellen.

4. AM-Filter-Upgrade

Problem: Die originalen Keramikfilter für den AM-Rundfunkempfang sind recht breitbandig, was bei dicht belegten Bändern zu Nachbarkanallecken führt.

Lösung: Austausch des originalen ZF-Keramikfilters gegen schmalere, steilflankigere Filter (z. B. von Murata), um die Trennschärfe (Selektivität) im dicht gedrängten Kurzwellenband massiv zu erhöhen.