1. Die Rahmenantenne
Eine passive Rahmenantenne stößt bei extrem schwachen Fernsendern (DX) oder sehr kleinen Abmessungen an ihre Grenzen. Hier hilft eine aktive Rahmenantenne.
Vorteile & Technik
- Integrierter Verstärker: Ein rauscharmer HF-Verstärker (oft mit FETs wie dem J310) sitzt direkt am Fußpunkt der Antenne.
- Kleinere Bauform: Durch den Verstärker kann der Durchmesser des Rahmens bei gleicher Leistung deutlich schrumpfen (z.B. auf 20-30 cm).
- Impedanzwandlung: Der Verstärker passt den hohen Widerstand des Schwingkreises an den niedrigen Eingangswiderstand (50 Ohm) moderner Empfänger an.
- Stromversorgung: Erfolgt meist komfortabel über das Koaxialkabel per Fernspeiseweiche (Phantomspeisung).
2. Alternative MW-Antenne
Wenn der Platz für eine Rahmenantenne fehlt oder ein anderes Empfangskonzept gewünscht ist, bieten sich folgende Alternativen an:
Die Mini-Whip (Aktive E-Feld Antenne)
Ein extrem kompakter Antennentyp, der auf die elektrische Komponente des Feldes reagiert.
- Größe: Kaum größer als eine Postkarte.
- Vorteil: Extrem breitbandig (Langwelle bis Kurzwelle) und unauffällig zu montieren.
- Nachteil: Muss zwingend weit außerhalb des Hauses (z.B. auf dem Dach) und fern von Störquellen installiert werden. Benötigt eine exzellente Erdung.
Die Ferritantenne
Der Klassiker, der in fast jedem alten Kofferradio fest verbaut ist.
- Konstruktion: HF-Litze gewickelt auf einem Kern aus ferromagnetischem Material (Ferritstab).
- Vorteil: Extrem kompakt, reagiert wie die Rahmenantenne auf das magnetische Feld und besitzt eine scharfe Richtwirkung zum Ausblenden von Störern.
- Nachteil: Geringere Signalspannung als eine große Rahmenantenne.
Praxis-Tipp
Für eine Antenne im Innenraum ist die Rahmenantenne fast immer der Mini-Whip vorzuziehen! Da die Mini-Whip das elektrische Feld nutzt, verstärkt sie im Haus primär den Elektrosmog von LEDs und Computern. Die Rahmenantenne blendet diese Störungen als Magnetantenne systembedingt besser aus. Findige Hobbyisten passen die Antenne auch für Kurzwellenempfang an.