Geschichte & Bedeutung
Der deutschsprachige Dienst von Radio Peking begann am 15. April 1960 mit der Ausstrahlung auf Kurzwelle. Während des Kalten Krieges und insbesondere zur Zeit der Kulturrevolution war der Sender das offizielle Sprachrohr der Kommunistischen Partei Chinas für den deutschsprachigen Raum in Europa.
Die Sendungen waren geprägt von ideologischen Berichten, der Verlesung von Texten aus der Peking-Rundschau sowie Berichten über die sozialistische Aufbauarbeit in China.
Das Pausenzeichen
Unvergessen für DXer und Kurzwellenhörer weltweit war das markante Pausenzeichen des Senders: Die Melodie des Liedes "Die Volksbefreiungsarmee marschiert", gespielt auf einem Glockenspiel (Chimes), gefolgt von der Stationsansage:
"Hier meldet sich Radio Peking..."
A u d i oMerkmale des Sendebetriebs bis 1992
- Empfang: Der Empfang in Europa war oft von starkem Fading (Schwund) und Störgeräuschen begleitet, besaß aber durch die kilometerweiten Distanzen einen besonderen Reiz für Radiobastler und DX-er.
- Hörerpost & QSL-Karten: Radio Peking war bekannt für seinen großzügigen Versand von bunten QSL-Karten (Bestätigungskarten), Wimpeln, Zeitschriften und Kalendern an Hörer, die Empfangsberichte einsendeten.
- Sprachstil: Die Moderatoren sprachen oft ein sehr präzises, im charakteristischen Tonfall vorgetragenes Deutsch, das im Laufe der Jahrzehnte immer flüssiger wurde.
Das Ende einer Ära
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1960 | Start des deutschsprachigen Programms auf Kurzwelle. |
| 1980 | Teilweise Öffnung des Landes spiegelt sich in moderneren Magazinsendungen und Musikprogrammen wider. Berichte über die Sonderwirtschaftszonen. |
| 1992 | Am 31. August 1992 wird der Sender im Zuge der Modernisierung offiziell in Radio China International (CRI) umbenannt. Die historische Identifikation als "Radio Peking" bzw. "Radio Beijing" endete damit. |