Auslandsrundfunk (1933–1945)

Deutscher Kurzwellensender

Hintergrund & Geschichte

Der 'Deutsche Kurzwellensender' war das zentrale Auslandsprogramm des Deutschen Reiches. Die technische Basis bildete der am 26. August 1929 eingeweihte Weltrundfunksender Zeesen in Brandenburg: Hörprobe

Nach der Übernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die Station massiv ausgebaut und dem Propagandaministerium unterstellt. Sie fungierte als weltweites Medium, um das Image des Regimes im Ausland zu steuern und im Ausland lebende Deutsche zu erreichen. Bis 1938 sendete die Station rund um die Uhr in mehr als 12 Sprachen.

Historische Einordnung: Die Sendungen dienten der gezielten politischen Einflussnahme und Auslandspropaganda während des Zweiten Weltkriegs. Die Anlagen wurden nach Kriegsende 1945 demontiert.

Frequenzen & Sendepläne

Die Ausstrahlung erfolgte über Richtstrahlantennen. Die Sendeleistungen wurden schrittweise von anfänglich 8 kW auf bis zu 100 kW pro Sender angehoben.

Rufzeichen Frequenz Wellenlänge Zielregion
DJB 15.200 kHz 19,74 m Asien / Nordamerika
DJA 9.560 kHz 31,38 m Asien / Australien Original-Welle
DJN 9.540 kHz 31,45 m Süd- und Mittelamerika
DJD 11.770 kHz 25,49 m Afrika / Südamerika
DJE 17.760 kHz 16,89 m Südasien / Ferner Osten
DJC 6.020 kHz 49,83 m Mitteleuropa

Programmstruktur