Radio GBS (Guyana Broadcasting Service)

Die Stimme aus Georgetown – Kurzwelle in der Kooperativen Republik Guyana

Hintergrund & Geschichte

Der Guyana Broadcasting Service (GBS) war eine prägende Rundfunkanstalt in der Hauptstadt Georgetown. Nach der Unabhängigkeit und der Ausrufung der Kooperativen Republik Guyana im Jahr 1970 spielte der staatliche Rundfunk eine zentrale Rolle bei der Nationenbildung und der Verbreitung von Kultur und Nachrichten.

Die Rolle der Kurzwelle (Shortwave)

Aufgrund der dichten Regenwälder und der weiten Entfernungen im Landesinneren von Guyana war die Kurzwelle die zuverlässigste Methode, um die gesamte Bevölkerung sowie Hörer in der gesamten Karibik und Südamerika zu erreichen. Auch internationale DX-er (Fernempfangsspezialisten) weltweit jagten regelmäßig die Signale aus Georgetown.

Historische Frequenzen & Sendedaten

GBS (und der spätere Nachfolger GBC ab 1980) nutzten eine Kombination aus Mittelwelle für den urbanen Raum und Kurzwelle für das Hinterland sowie internationale Hörer. Hier sind die bekanntesten historischen Frequenzen:

Frequenz Wellenbereich / Band Zielgebiet / Nutzung
3.290 kHz 90-Meter-Band (Tropenband) Nachtfrequenz für das Inland (10 kW Leistung, oft stark gestört)
5.950 kHz 49-Meter-Band (SW) Tagesfrequenz für Guyana und die Karibik
560 kHz Mittelwelle (MW) Hauptfrequenz für Georgetown und Küstenregionen
760 kHz Mittelwelle (MW) Zusätzliche Versorgung Inland

Programmstruktur

Das Programm von GBS war vielseitig und spiegelte die multikulturelle Gesellschaft Guyanas wider: